Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0

Allgemeines

Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 aus dem Jahr 2008 sollen die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Webseiten für Menschen mit Behinderungen wesentlich verbessern. Sie sind Grundlage für gesetzliche Vorgaben in vielen Ländern (z. B. auch Schweiz). Die WCAG 2.0 ist technikneutral formuliert und von der ISO und der IEC wortwörtlich übernommen als ISO/IEC 40500. 

Inhalt der WCAG 2.0

Die WCAG 2.0 ist in folgende Bereiche aufgeteilt:

 

4 Prinzipien

 

Prinzip 1: Wahrnehmbar — Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen den Benutzern so präsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen können.

Prinzip 2: Bedienbar — Bestandteile der Benutzerschnittstelle und Navigation müssen bedienbar sein.

Prinzip 3: Verständlich — Informationen und Bedienung der Benutzerschnittstelle müssen verständlich sein.

Prinzip 4: Robust — Inhalte müssen robust genug sein, damit sie zuverlässig von einer grossen Auswahl an Benutzeragenten einschliesslich assistierender Techniken interpretiert werden können.

 

Mit insgesamt 12 Richtlinien, die 61 Erfolgskriterien (Bedingungen) beinhalten. 

 

Die Erfolgskriterien werden in 3 verschiedenen Konformitätsstufen (Barrierefreiheitsstufen) aufgeteilt:

Konformitätsstufe A  = Geringere Konformität (erfüllt: Erfolgskriterien für A)

Konformitätsstufe AA = Mittlere Konformität (erfüllt: Erfolgskriterien für A + AA) (entspricht BITV 2.0 Priorität I) 

Konformitätsstufe AAA = Höchste Konformität (erfüllt: Erfolgskriterien für A + AA + AAA) (entspricht BITV 2.0 Priorität II) 

 

Des Weiteren listet die WCAG 2.0 unzählige Techniken auf, die ständig an die neuen technischen Fortschritte angepasst werden.

 

Externe Links zum Thema: 

WCAG 2.0 - Englische Originalfassung

WCAG 2.0 - Deutsche Übersetzung

WCAG 2.0 - Weiterführende Informationen